Unser Betrieb
2015 fiel die Entscheidung zur Gründung
unseres ökologischen Nebenerwerbsbetriebes…
…weil wir unsere Natur brauchen.
Wir wollten etwas verändern, für uns,
für unsere Kinder und natürlich auch für unsere Kunden.
Gentechnisch unveränderte, spritzmittelfreie,
gesündere Lebensmittel sind das Ziel.
Unsere Tiere werden mit viel Freiraum und
frischer Luft, artgerecht gehalten.
Tatkräftig werden diese Ziele und Träume umgesetzt...
… weil wir unsere Natur brauchen.
Familie Steffen Rödiger
Unsere Rinderrassen
Dexter
Simmentaler
Angus
Auf unserem Hof halten wir mit großer Leidenschaft drei besondere Rinderrassen: Dexter, Simmentaler und Angus. Begonnen hat alles mit den Dexterrindern – einer kleinen, robusten und ursprünglichen Rasse, die uns durch ihre Eigenschaften sofort begeistert hat.
Mit der Zeit haben wir unseren Bestand erweitert, um die Vorteile weiterer bewährter Fleischrassen zu nutzen. So ergänzen heute Simmentaler und Angus unsere Herde und stehen gemeinsam für eine nachhaltige, artgerechte Haltung sowie höchste Fleischqualität.
Dexter Rinder
HERKUNFT UND GESCHICHTE
Dexterrinder stammen aus dem bergigen Südwesten Irlands. Züchterischer Fortschritt, Intensiv-Haltung und -Fütterung von Milchkühen und Fleischrindern schufen in den letzten Jahrzehnten moderne Leistungsrinder. Diesem Trend zur Größe und Masse fielen die kleinen Dexter fast zum Opfer, sie wurden verdrängt und waren um 1965 vom Aussterben bedroht. Durch die Haltung im Nebenerwerb und als Alternative zur intensiven Fleischproduktion gewinnen die Dexter zunehmend an Bedeutung und sind heute eine aufsteigende Rasse.
GESUNDHEIT
Das Dexterrind ist ein robustes Rind, bei dem nicht durch einseitige Leistungszucht auf Milch- oder Fleischmenge ausgewählt wurde. Bei Dextern gibt es wenig Klauenprobleme, kaum Geburtsschwierigkeiten. Dexterrinder können ein Lebensalter von 15 bis 20 Jahren erreichen und dabei jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Zuchtreife für eine Dexterfärse liegt bei ca. 15 - 18 Monaten; das ist verglichen mit anderen Rindern recht früh. Die Trächtigkeitsdauer beträgt im Mittel 280 Tage. Bei Dextern wurde weltweit bisher kein einziger BSE-Fall registriert, was vorwiegend auf die einfache und natürliche Haltung und Fütterung zurückzuführen ist.
MUTTERKUHHALTUNG
Kuh und Kalb werden nicht - wie in der Milchkuhhaltung üblich - kurz nach der Geburt getrennt. Jede Kuh säugt ihr Kalb 6 bis 10 Monate, oft bis kurz vor der Geburt des nächsten Nachwuchses. Die dem Kalb reichlich zur Verfügung stehende Muttermilch stellt bis zur Entwicklung eines eigenen Immunsystems einen hervorragenden Schutz vor Infektionskrankheiten dar. Ein derart natürliches Aufwachsen im Herden- bzw. Familienverband gewährleistet eine optimale Entwicklung des Kalbes. Unsere Dexterrinder werden zur Grünlandpflege, Zucht und zur Erzeugung von Fleisch gehalten. Das auf diese Art erzeugte Fleisch zeichnet sich durch exzellente Qualität in Geschmack, Zartheit und Saftigkeit aus und ist zudem noch gesund. Dexterfleisch ist fein marmoriert und kurzfaserig. Ein weiterer Grund für den hohen Genusswert dieses Fleisches ist, dass unsere Tiere keinen Milchaustauscher oder Kraftfutter benötigen. Dexter kann man mit 15 bis 18 Monaten schlachten, sie erreichen dann ein Schlachtgewicht von ca. 120 kg.
RASSEBESCHREIBUNG
Dexter sind widerstandsfähig und besitzen ein gutmütiges Temperament. Sie eignen sich zur Landschaftspflege, sind genügsam und können ganzjährig auf der Weide gehalten werden. Die Farbe der Rinder kann schwarz, rot oder dun (hellbraun) sein. Dexter kommen sowohl gehörnt als auch genetisch hornlos vor. In Deutschland lässt der Rassestandard bei Bullen eine Größe von 102-117 cm (Kreuzbeinhöhe) zu, bei Kühen 97-109 cm. Männliche Tiere erreichen im ausgewachsenen Zustand ein Gewicht von ca. 530 kg, Kühe erreichen ca. 380 kg.
FÜTTERUNG
Rinder sind in der Lage, den Gerüstbaustoff der Pflanzen, die Zellulose, zu verdauen und die darin enthaltene Energie zu nutzen. Unsere Tiere werden ausschließlich mit strukturiertem Halmfutter (Heu, Silage und Stroh) gefüttert. Ab Ende April, Anfang Mai decken die Tiere ihren Futterbedarf hauptsächlich durch Grasen auf der Weide.
Simmentaler Rinder
HERKUNFT UND GESCHICHTE
Die Simmentaler Rinder stammen ursprünglich aus dem Simmental im Berner Oberland in der Schweiz. Sie zählen zu den ältesten und weltweit verbreitetsten Rinderrassen. Ursprünglich als Dreinutzungsrind (Milch, Fleisch und Arbeit) gezüchtet, haben sie sich heute vor allem als leistungsstarke Fleisch- und Zweinutzungsrasse etabliert. Durch ihre Anpassungsfähigkeit und Robustheit sind Simmentaler heute in vielen Ländern verbreitet und besonders in der nachhaltigen Landwirtschaft sehr geschätzt.
GESUNDHEIT
Simmentaler Rinder gelten als wiederstandsfähig und langlebig. Sie zeichnen sich durch eine gute Fruchtbarkeit, problemlose Abkalbungen und eine hohe Vitalität aus. Durch ihre stabile Konstitution sind sie gut für extensive Haltungsformen geeignet. Die Tiere erreichen ein hohes Alter und liefern über viele Jahre hinweg zuverlässig Kälber.
MUTTERKUHHALTUNG
In der Mutterkuhhaltung wachsen die Kälber bei ihren Müttern auf und werden über mehrere Monate gesäugt. Diese natürliche Aufzucht stärkt das Immunsystem und sorgt für eine gesunde Entwicklung. Simmentaler eignen sich hervorragend für diese Haltungsform, da sie ausgeprägte Muttereigenschaften besitzen. Das Fleisch ist fein marmoriert, saftig und aromatisch.
RASSEBESCHREIBUNG
Typisch für Simmentaler ist ihre rot-weiße bis gelb-weiße Fellzeichnung. Sie sind großrahmig, kräftig gebaut und besitzen ein ruhiges, gutmütiges Wesen. Kühe erreichen ein Gewicht von etwa 600–800 kg, Bullen können über 1.000 kg wiegen. Ihre Größe und Stärke machen sie zu einer imposanten, aber gleichzeitig sehr umgänglichen Rasse.
FÜTTERUNG
Simmentaler Rinder werden überwiegend mit Gras, Heu und Silage gefüttert. Während der Weidesaison decken sie ihren Bedarf hauptsächlich durch frisches Grünfutter. Eine natürliche und ausgewogene Fütterung trägt wesentlich zur Fleischqualität bei.
Angus Rinder
HERKUNFT UND GESCHICHTE
Die Angus Rinder stammen ursprünglich aus Schottland, wo sie bereits im 18. Jahrhundert gezüchtet wurden. Besonders bekannt ist die Rasse für ihre hervorragende Fleischqualität und hat sich weltweit als eine der bedeutendsten Fleischrinderrassen etabliert. Heute sind Angus Rinder vor allem in der extensiven Weidehaltung sehr verbreitet.
GESUNDHEIT
Angus Rinder sind äußerst robust, anpassungsfähig und wiederstandsfähig gegenüber verschiedenen Witterungsbedingungen. Sie haben eine gute Fruchtbarkeit und zeichnen sich durch leichte Geburten aus, was sie besonders für die Mutterkuhhaltung attraktiv macht. Ihre genetische Hornlosigkeit reduziert zusätzlich das Verletzungsrisiko innerhalb der Herde.
MUTTERKUHHALTUNG
Die Rasse ist ideal für die Mutterkuhhaltung geeignet. Kühe kümmern sich intensiv um ihre Kälber, die mehrere Monate gesäugt werden und im Herdenverband aufwachsen. Das Fleisch von Angus Rindern ist weltweit bekannt für seine feine Marmorierung, Zartheit und den intensiven Geschmack.
RASSEBESCHREIBUNG
Angus Rinder sind meist einfarbig schwarz oder rot und von Natur aus hornlos. Sie haben einen kompakten, muskulösen Körperbau und ein ruhiges Temperament. Kühe wiegen etwa 500–700 kg, Bullen können bis zu 1.000 kg erreichen.
FÜTTERUNG
Die Fütterung erfolgt überwiegend über Weidegras, Heu und Silage. Angus Rinder sind sehr gute Futterverwerter und kommen auch mit extensiven Bedingungen gut zurecht. Die natürliche Fütterung trägt maßgeblich zur hohen Fleischqualität bei.


